Heilmittel zur Selbstmedikation

bei Störungen der Verdauung

 

Indikationen

Dosierung und Art der Anwendung

 

WELEDA

Amara Tropfen

 

Funktionelle Störungen von Bildung und Absonderung der Verdauungssäfte; Störungen der Bewegungsabläufe von Magen und Dünndarm sowie deren Folgezustände, z. B. Appetitlosigkeit, Sodbrennen; Übelkeit, Völlegefühl nach dem Essen.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien

Soweit nicht anders verordnet, werden bei Appetitlosigkeit 10 bis 15 Tropfen 15 Minuten vordem Essen eingenommen. Bei Störungen der Verdauungs­tätigkeit und Beschwerden wie Übelkeit oder Völle­gefühl werden zur Intensi­vierung der Verdauung 10 bis 15 Tropfen 1 Stunde nach dem Essen eingenommen. Kinder erhal­ten 5 bis 8 Tropfen.

Diese Komposition aus Heilpflanzen ist besonders geeignet für funktionelle Verdauungsstörungen, wie sie heute bei sitzender Betätigung und allgemeiner Bewegungsarmut als weit verbreitetes Übel auftreten. Die verschiedenen Bitterstoffe der Amara‑Tropfen greifen vor allem im oberen Verdauungstrakt ein. Sie fördern die Verdauung durch Anregung der Magensaft­bildung, der Galletätigkeit und der Sekretion von Bauchspeichel sowie der Magen‑Darm‑Bewegungen. Die Tropfen sind deshalb bei Appetitlosigkeit, Völlege­fühl, Übelkeit und Verdauungsschwäche angezeigt.

WELEDA Balsamischer Melissengeist

Ohnmachtneigung, Schwindelanfälle, Übelkeit, Erbrechen, Störungen der Bewegungsabläufe im Magen‑Darm‑Trakt (z.B. Verdauungsstörungen, Verkrampfungen); Gesichtsneuralgien, Zahnschmerzen, krampfartige Menstruationsbeschwerden.

Soweit nicht anders verordnet, im akuten Fall täglich 10 bis 20 Tropfen auf Zucker oder in Wasser einneh­men, gegebenenfalls auch mehrmals bis ‑5mal täglich

Melisse und die Gewürzkomponenten des WELEDA

Balsamischen Melissengeistes greifen verbindend und

ordnend in dieses Gefüge ein. Sie organisieren das

Seelisch‑Geistige über' die Sinne und den Stoffwechsel

harmonisch .im Leib, was sich in einer spürbaren

Durchwärmung, Krampflösung und Kreislaufstabilisierung zeigt.

 

 

WELEDA Birkenkohle comp.

Akute Verdauungsstörungen mit Blähungen und Darmkrämpfen sowie Durchfällen; auch als Begleittherapie bei akut und chronisch entzündlichen Darmschleimhauterkrank­ungen.

Soweit nicht anders verordnet, 3mal täglich 1 bis 2 Kapseln mit reichlich Flüssigkeit einnehmen. Bei aktfiten Beschwerden können bis zu 5mal täglich 1 bis 2 Kapseln eingenommen werden.

Wird die Auseinandersetzung mit den Nahrungsmitteln nicht ausreichend geleistet, z. B. als Folge verdorbener Lebensmittel, Infektionen oder ungewohnter Nahrung auf Reisen, kann es zu beschleunigten Darmausschei­dungen, d. h. zu Durchfällen, kommen. Die Nahrung wird zwar noch zerkleinert und verflüssigt, aber dann gleich ausgeschieden. In dieser Krankheitssituation kann der Darm seine grenzbildende Funktion zwi­schen innen und außen teilweise verlieren und ver­mehrt durchlässig werden für die körpereigenen Flüs­sigkeiten und Salze. Dieses Geschehen wird oft von Magen‑Darm‑Krämpfen und stärkeren Blähungen be­gleitet. Birkenkohle comp. Kapseln arbeiten diesem Gesche­hen entgegen: Antimonit wirkt gestaltend und hilft dem Organismus, die Grenzen neu aufzubauen. Kamille  mildert entzündliche Vorgänge und wirkt auch entkrampfend: Birkenkohle (Carbo Betulae) regt der Rhythmus des Ein‑ und Ausscheidens von Flüssigkeit ten und Luft im Verdauungsvorgang neu an. Deshalb eignet sich dieses Medikament für die Behandlung akuter Verdauungsstörungen mit Durchfällen, Blähungen und Darmkrämpfen.

WALA

Bitter Elixier

 

Anregung der peptischen Verdauungstätigkeit durch Harmonisierung der motorischen und sekretorischen Funktionsabläufe, z.B. Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit.

Soweit nicht anders verordnet, 1‑3 mal täglich 1 Esslöffel Bitter‑Elixier, eventuell mit Wasser verdünnt, vor den Mahlzeiten einnehmen.

Die beiden Bittermittel‑Kompositionen der WALA, das Bitter‑Elixier WALA und das Enzian‑Magentonikum WALA, sind nicht nur "klassische Magenbitter". Durch ihre Zusammensetzung ‑im Bitter‑Elixier WALA, welches mit Zucker aus‑ gezogen wird, und im zuckerfreien, stärker konzentrierten Enzian‑Magentonikum WALA – regen sie gleichermaßen die Tätigkeit von Magen, Galle und Pankreas an. Neben dem Wermut und der Enzianwurzel hat hier die Kalmuswurzel als eine das Licht‑ und Wasserelement in sich verbindende Pflanze eine Wirkung, welche den Appetit und die Motilität und Sekretion des Magens anregt. Der Ingwer wirkt durch die ihm innewohnenden Wärmekräfte krampflösend. Der schwarze Pfeffer schließlich regt die Verdauungsfunktion auch der Galle stark an.

WALA

Enzian‑
Magentonikum Flüssigkeit zum Einnehmen

Soweit nicht anders verordnet, 1‑3 mal täglich 1/2‑1 Teelöffel Enzian‑Magentonikum unverdünnt oder mit Wasser verdünnt vor den Mahlzeiten einnehmen.

 

WELEDA Carvon Tabletten

Übermäßige Gasbildung und -ansammlung im Magen-Darm-Trakt kann mit Carvon Tabletten erfolgreich aufgelöst werden.

1-2 Tabletten nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen. Im Bedarfsfall kann bis stündlich 1 Tablette eingenommen werden.

Die im Heilmittel enthaltenen pflanzlichen Wirkstoffe ergänzen in ihren Eigenschaften. So durchwärmt Kümmelöl (Carvi Aetheroleum) die Verdauungsorgane, regt die Funktionen der Verdauungsdrüsen an, wirkt blähungstreibend und krampflösend. Die Birkenkohle (Carbo Betulae) hingegen absorbiert Gase und verhindert Blähungen.

WELEDA

Digestodoron

Störungen der Absonderungs‑ und Bewegungstätigkeit im Verdauungstrakt, auch auf chronisch‑entzündlicher Grundlage, z.B. Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen, Durchfälle, Verstopfung.

Soweit nicht anders verordnet, 1‑ bis 3mal täglich 2 bis 4 Tabletten bzw. 10 bis 15 Tropfen eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten mit etwas Wasser einnehmen. Die Behandlung sollte kurmäßig über ca. drei Monate durchgeführt und nach einer Einnahmepause eventuell wiederholt werden.

Die gesunde Darmfunktion ist das Ergebnis des Gleichgewichts zwischen Obstipation (Krampf) und Durchfall (Atonie). Tritt hier eine Einseitigkeit oder Oberfunktion auf, so reguliert, harmonisiert das Präparat Digestodoron® als Komposition die Gegenprozesse: die Farne ‑ ebenso vereinfacht ausgedrückt ‑ führen ab (entzündungsreizend), die Weiden wirken stopfend (entzündungswidrig); in der Mitte manifestiert sich das ausgleichend‑harmonisierende Prinzip des Digestodoron®.

 

Zu beachten ist noch: Digestodoron® ist ein Basismittel (Gesundheitsmittel) für funktionelle, rhythmische Störungen des Magen-Darm‑Traktes, die noch keiner spezifischen Therapie bedürfen.

WELEDA

Hepatodoron® Tabletten

 

Die Verabreichung von Hepatodoron® geschieht am zweckmäßigsten entweder 3mal täglich 1‑2 Tabletten vor dem Essen, oder (kurmäßig) am Abend 4‑5 Tabletten

In vielen Fallen wird eine Unterstützung der Leberfunktion nötig sein.

Hepatodoron® wird aus den Blättern der Weinrebe und der Walderdbeere hergestellt. Die Blätter sind die Assimilationsorgane der Pflanze; darüber hinaus haben beide eine deutliche Beziehung zum Zucker, genauer zur Zuckerbildung. In sich zeigen die beiden Pflanzen eine gewisse Gegensätzlichkeit, doch auf derselben Ebene; während die Weinrebe ganz deutlich die Zuckerbildung durch die Wärme in der Pflanzenwelt darlebt und auch mehr Glukose bildet als andere Pflanzen, kann man in der Erdbeere schon angedeutet ein leichtes Hereinragen eines Eiweißprozesses (in der Beere) erkennen. Darauf beruht die relativ häufige Allergie durch Erdbeeren im Gegensatz zu anderen Rosaceenfrüchten, wie Apfel, Kirsche, Birne usw. Durch diese beiden Pflanzen wird die zubereitende, assimilierende Funktion der Leber angesprochen, was sich z.B. für die Glykogenbildung durch Weinblätter experimentell nachweisen läßt. Im entsprechenden Sinn wirken die Erdbeerblätter mehr auf den Eiweißstoffwechsel aufbauend

WELEDA

Choleodoron® Tropfen

 

nach dem Essen (5‑15 Tropfen); für den kurmäßigen Gebrauch ist die Anwendung besonders am Morgen ‑ dann evtl. 2‑ bis 3mal ‑ wichtig.

In entsprechender Weise stellt Choleodoron® einen Ur‑Gallenprozeß dar. Wenn in der Pflanze der rein vegetative Prozeß das typisch Pflanzliche darstellt, so sind die Blüte und die mit ihr verbundenen Farbstoffe ein Charakteristikum eines anderen Prozesses, der in die Pflanzenwelt nur hineinreicht und erst im Tier, im Seelischen (Astralleib) organisiert auftritt. Wir haben deshalb im Choleodoron® keine ausgesprochen vegetativen Pflanzen, sondern Curcuma (Curcuma xanthorriza), eine im Süden (Java) beheimatete Pflanze, die praktisch keinen Stengel aufweist. Die Blüte sitzt fast schon auf der Wurzel und geht bis in die Erde. Die Wurzel, die verarbeitet wird, ist durch diesen Blütenimpuls stark gelb gefärbt. Daraus resultiert auch der scharfe Geschmack. (Eine Verwandte, Curcuma longa, ist der Hauptbestandteil des Currygewürzes.) Der zweite Bestandteil von Choleodoron®, Chelidonium (Schöllkraut), zeigt in seinem gelben Saft ebenfalls, daß der Blütenimpuls bis in den Lebenssaft der Pflanze hineinwirkt. Diese hat mehr eine beruhigende Komponente, wirkt aber dennoch eindeutig im Sinne einer Anregung, einer Cholerese.

Wärme: feucht‑heißer Wickel mit Schafgarbe oder Heublumen

 

 

Von großer therapeutischer Bedeutung ist die lokale Anwendung von Wärme, am besten als feucht‑heißer Wickel mit Schafgarbe oder Heublumen. ‑ Aus der Physiologie ergibt sich, dass die aufbauenden Prozesse der Leber chemisch als Reduktion zu bezeichnen sind und mit Wärmeverbrauch einhergehen (endotherm). Dieser Vorgang ist das Gegenteil der Oxidation, die stets mit Wärmebildung verbunden ist. Deshalb steht die gesunde Leber auf der venösen Seite, während eine überwiegende Arterialisierung hier ein Zeichen von Krankheit ist. Deshalb braucht und verbraucht die Leber Wärme. Dieser Vorgang kann schon zum Beispiel durch kalte Getränke gestört werden.