Wer kennt es nicht? Man fühlt sich ständig müde und bei der geringsten Anstrengung erschöpft. Trotzdem kann man nicht richtig schlafen und am Morgen erscheint der Weg vom Bett zur Kaffeemaschine unendlich schwer. Träge und mit schlechter Laune versucht man seine tägliche Verpflichtungen nach zu gehen. Man fühlt sich von allen Seiten von Menschen und Probleme bedrängt und möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden. Den Kopf scheint sich in einem Sumpf verwandelt zu haben. Es fehlen die spritzige und klare Gedanken. Den gesunden Appetit am richtigen Essen am richtigen Zeit weicht für unregelmäßigen Heißhungerattacken die nur zum vorübergehenden Abklingen gebracht werden können durch dem sofortigen Gang zum Süßwarenregal im nächstliegendem Supermarkt. Der abendlichen Gaumenfreude liegt wie Blei im Magen und rächt sich mit Verdauungs- und Schlafstörungen. Mitten in der Nacht wacht man auf und kann nicht mehr einschlafen. Dieser Zustand kann vorübergehend nach einer Erkältung oder Grippe eintreten oder auch einfach nachdem man einige Tage gefeiert hat und seine Leber mal so richtig unter der "Alkoholdusche" gestellt hat. Nachdem man sich einige Tage geschont hat, ist die Sache überstanden und vergessen. Unter Umständen können die Beschwerden auch als Dauerzustand auftreten. Der Arzt kann keine wirklichen organischen Störungen feststellen, meint die Ursache zwischen die Ohren zu finden und verordnet vielleicht ein Multivitaminpräparat. Der Heilpraktiker diagnostiziert ganz im Trend der Zeit eine Pilzerkrankung (Candida Albicans) und führt mehr oder weniger erfolgreich eine Behandlung durch.
Ein Pilzbefall (siehe dort) tritt aber nur auf, wenn der Organismus die entsprechende Bereitschaft besitzt. Noch nie haben Pilze, Bakterien oder Viren einen Menschen krank gemacht; es sei denn, der Mensch ist geschwächt. Eine gut funktionierende Verdauung und Stoffwechsel ist die Voraussetzung für eine gesunde Immunität. Das moderne Leben mit seiner Hast, Aufregung und Streß, wie auch mit seinen vielen Ernährungsfehlern, ist besonders belastend für Verdauung und Stoffwechsel. Man schätzt, daß 80% der Menschen einen mehr oder weniger deutlichen Stoffwechselschwäche haben. Mit einer Reinigungskur kann man hier Hilfestellung geben.
Regelmäßige Reinigungskuren können für jeder Menschen ab seinem 35. Lebensjahr eine sinnvolle Hilfe sein die obenbeschriebenen Zustand und chronische Krankheiten vorzubeugen. So sind Gicht und andere rheumatische Beschwerden dadurch bedingt, daß die im Organismus, vor allem durch den Eiweißstoffwechsel, entstehenden Abbauprodukte nicht richtig aufgelöst und ausgeschieden werden können. Im Innern der Gelenke, Muskeln und Organe lagert sich z.B. Harnsäure ab.
Die Brennessel - Rhythmus für den Darm
Die Brennessel ist mit ihrem extrem hohen Chlorophyll-, Kiesel- und Eisengehalt, ihrer enormen Vitalität und außerordentlich rhythmischen Durchorganisierung ihrer Gestalt besonders dazu geeignet, die Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge anzuregen und zu stärken. Jeder kann ohne Risiko im Frühling und Herbst regelmäßig frische Brennesseln als Suppe, Salat oder Gemüse essen. Eine besondere Anwendung bietet die sog. Brennessel - Frühlingskur. Dabei werden im Rahmen eines schlichten Tagesmenüs etwa vier Wochen lang Brennesseln, Frischsäfte, ausscheidende Teen (und evt Weleda Birkenherb) verwendet. Die Kur hat eine stark reinigende Wirkung. Patienten mit chronischer Verstopfung können innerhalb von zwei Tagen spontanen Stuhlgang bekommen. Das Brennesselkraut mit seinem vielen Kiesel ist ein richtiges Putzmittel für den Darm. Die Wirkung ist nach einige Tagen deutlich am Stuhlgang zu spüren. Dabei reizt der Brennessel den Darm nicht sowie viele Abführmittel. In Gegenteil, gerade die Menschen mit Darmentzündungen und Durchfälle können nach Absprache mit Ihrem Arzt ohne Bedenken die Kur durchführen*é und werden oft feststellen das die Entzündungsneigung wesentlich abnimmt und die Verdauung sich bessert. Der Brennessel wirkt nicht als Abführmittel sondern regt die gesunde Darmperistaltik an und trägt bei an die Vergrößerung des Stuhlvolums.
Der Stuhl wird dunkelgrün, ist in der Regel zuerst relativ weich und riecht unangenehm. Das kann darauf hindeuten, daß der Organismus Ablagerungen und faulige Verkrustungen im Darmbereich angreift, auflöst und ausscheidet. Danach wird der Stuhl fester, riecht nicht mehr so unangenehm und ist gut „eingeschleimt“. Kranke Menschen sollten Brennessel- Birkenherbkuren allerdings nur unter Beobachtung bzw. Begleitung eines Arztes oder Heilpraktikers durchführen.
Ergreifen, Wiederauflösen und Ausscheiden
Nun erfolgt der Reinigung im Lebendigen nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Eine abgelagerte Substanz, die sich im Organismus festgesetzt hat, kann nicht so ohne weiteres ausgeschieden werden. Dazu muß sie erst einmal ergriffen und in Körperflüssigkeit aufgelöst werden. Unter Umstände schlägt nämlich die heilende Anregung einer Ausscheidung mit Birkenblättern gar nicht an, weil die Ablagerungen noch nicht genügend aufgelöst sind. Hier kommt es auf der richtigen Planung an. Der Brennessel wirkt nicht nur im Darm sondern in Kombination mit Frischsäften, ausscheidende Teen und dem Birkenherb auch Auflösend und Ausscheidend im Bereich der feineren Stoffwechsel. Weleda Birkenherb wird aus frühlingsfrischen Birkenblättern hergestellt. Es belebt den Flüssigkeits-Stoffwechsel und fördert die Ausscheidung.
So können Sie Ihre Frühlings-Reinigungskur mit Brennesseln planen
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Woche 1 |
Woche 2 |
Woche 3 |
Woche 4 |
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Zum Frühstück 1 Teller Brennesselsuppe oder eine portion (50 - 100 g.) Brennesseln als Gemüse gekocht. |
Vor dem Frühstück
1 Glas frisches Pressaft von Weizengras
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Vor dem Frühstück 2 Tassen Kräutertee (Brennesseln, Schachtelhalm) und/oder 2 Teelöffel Birkenherb in warmem oder kaltem Wasser verrührt |
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Zum Mittagessen eine Portion (100 g.) Brennesseln als Gemüse gekocht. |
Vor dem Mittagessen
1 Glas frisches Pressaft von Weizengras Zum Mittagessen eine Portion (100 g.) Brennesseln als Gemüse gekocht. |
Vor den Mittagessen 2 Tassen Kräutertee (Brennesseln, Schachtelhalm) und/oder 2 Teelöffel Birkenherb in warmem oder kaltem Wasser verrührt |
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Zum Abendessen eine portion (100 g.) Brennesseln als Gemüse gekocht. |
Beim Abendessen 2 Tassen Kräutertee (Brennesseln, Schachtelhalm) und/oder 2 Teelöffel Birkenherb in warmem oder kaltem Wasser verrührt |
Beim Abendessen 2 Tassen Kräutertee (Brennesseln, Schachtelhalm) und/oder 2 Teelöffel Birkenherb in warmem oder kaltem Wasser verrührt |
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Ergreifen â |
Auflösen â |
Ausscheiden |
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Dieses Vorgehen eignet sich nicht als Dauertherapie, sondern nur zur kurmässigen Anwendung. Kranke Menschen sollten sich mit Ihrem Arzt abstimmen.
Allgemeine Ernährungsrichtlinien bei der Reinigungskur
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Damit der Organismus in der Gelegenheit gestellt wird sich wirklich optimal zu reinigen ist es sinnvoll in einige Hinsichten Verzicht zu leisten und die Ernährung anzupassen. Vor allem Produkte die viel tierischem Eiweiß enthalten sind zu meiden. Auch wird abgeraten von Zucker, Produkte aus hellem Mehl, Gebäck, Gebratenes, Fertigprodukte und Nahrungsmitteln die chemische Konservierungsmittel, Farb- und Aromastoffe, Emulgatoren oder sonstige chemische Zusatzstoffe enthalten. All diese Substanzen müssen von der Leber entgiftet werden und lenken diesen ab von seiner reinigender Tätigkeit. Während die Auflösungs- und Ausscheidungsphase (ab der Mitte der zweite Woche) ist es von Bedeutung dass die Nahrung so ausgerichtet ist das einen alkalischen Harn gebildet wird. Wie Sie das machen können Sie in die nachfolgende übersicht lesen.
Die Mahlzeit in entspannter Atmosphäre eingenommen regt die Verdauungstätigkeit an. Dazu gehören auch appetitlich aussehende, schmackhafte, mit Kräuter und Gewürze abgeschmeckte Speisen.
Wichtig: langsam essen, gut kauen und hinschmecken, Nahrung gut einspeicheln.
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Stark alkalisierend
Empfehlenswert |
Wenig Empfehlenswert |
wenig |
Stark meiden |
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Gemüse roh und aus Freiland: Schwarzer Rettich, Gurke, Löwenzahn, Brennesseln, Sauerampfer, Brechbohnen grün, Endivie, Kopfsalat, Sellerie, rote Rüben, Möhren, Spinat, Tomate, Wirsing, Blumenkohl , rohes Obst, Kartoffeln. Gemüsesäfte, Molke. Frisch gepresstes Saft von Kartoffeln, Wildkräuter und Weizengras. |
Milch, Sauermilch gekochtem Gemüse |
Vollgetreide (Korn, Grütze, Flocken, Mehl), Vollkornbrot, Knäckebrot. Mandeln, Haselnüsse Quark, Frischkäse |
Fleisch, Wurst, fisch, Eier, Käse, Hülsenfrüchte eingemachtes Obst, Dosenfrüchte, Kompott geschälter Reis, Helles Mehl und Produkte hieraus (Brot, Gebäck, Nudeln) Erdnüsse, Paranüsse Schokolade, Kaffee |
1. Die Lebensmittel sollen grundsätzlich von hoher Qualität sein. Empfohlen werden Lebensmittel aus biologisch-dynamischem Anbau (Demeter), mindestens aber aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA).
2. Zu meiden sind: Konserven und Tiefkühlkost, stark verarbeitete/raffinierte Produkte, synthetische Zusatz- und Nährstoffe (Farbstoffe, Aromen, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Vitamine)
3. Der Verzehr von Zucker sollte völlig eingestellt werden. Die anderen Süßungsmittel nur sehr sparsam verwenden,
4. Zur Alkalisierung des Harnes sind stark säurebildende Lebensmittel zu meiden (siehe Übersichtstabelle). Die Ernährung sollte überwiegend Basenvalent sein.
5. Die Ernährung ist vorzugsweise lacto-vegetabil, d.h. Fleisch, Fisch, Eier und deren Produkte sollten gemieden werden. Bei Appetit kann ab und zu ein Ei oder mageres Rind-/Geflügelfleisch aus artgerechter Tierhaltung verzehrt werden.
6. Empfehlenswert sind Milchprodukte. Zu bevorzugen sind gesäuerte Milchprodukte wie Magerquark, Joghurt, Buttermilch, Frischkäse und ins besondere Molke. Normale süße Milch sollte nur wenig verwendet werden. Hartkäse und Schimmelkäsen sind nicht empfehlenswert. Wenn Sie der Reinigungskur sehr streng durchführen wollen dann meiden Sie sämtliche Milchprodukte mit Ausnahme der Molke.
7. Folgende Fette sind zu empfehlen: kaltgepresste Pflanzenöle mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Leinöl, Sonnenblumenöl, auch Olivenöl. Auch Haselnuss-, Mandel- und Sesammuss sind gute Fettlieferanten. Abzuraten ist von tierischen Fetten (außer mäßig Butter und Sahne), harten und gehärteten Pflanzenfetten oder Margarine. Beim Einkauf von Ölen auf Mindesthaltbarkeit achten, dunkel und kühl lagern, im besonderen angebrochene Flaschen. Butter und Öle sollen nicht stark erhitzt werden (Leinöl gar nicht).
8. Es ist empfehlenswert reichlich Rohkost, in Form eines angemachten Salates, zur warmen Mahlzeit oder als Zwischenmahlzeit zu essen.
9. Der Gebrauch von Salz soll eingeschränkt werden. Die Verwendung von Gewürzen (v.a. Doldenblütler wie Kümmel, Koriander, Fenchel, Anis, Kreuzkümmel und Lippenblütlern wie Thymian, Rosmarin, Oregano) macht das Salz größtenteils unnötig.
10.Auf ausreichende Trinkmengen ist zu achten (1 ½ bis 2 ½ Liter am Tag)
11.Als Getränk sind Gerstenwasser (Barleywater; s. Rezept) besonders zu empfehlen. Gerstenwasser wirkt harmonisierend auf die Darmfunktion. Fruchtsäfte sind zu meiden. Man sollte die Fruchtsäfte als Nahrungsmittel ansehen und sie nicht zum Durststillen verwenden. Zinnkraut- und Brennesseltee unterstützen die Ausscheidungstätigkeit
12.Milchsaures, v.a. als Getränk wie (verdünnter) Brottrunk, Sauerkrautsaft, Wasserkefir und Molke (sofern verträglich), regt die Ausscheidungs- und Stoffwechselvorgänge an und unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora. Sie können auch an Suppen, Salatsaucen und Beilagen hinzugefügt werden. Besonders wirksam ist ein milchsaures Getränk wo Brenneseln in ausgezogen sind (s. Rezepte)
13.Als weitere Getränke können ungesüßte Kräutertees (Pfefferminze, Zitronenmelisse, Anis, Fenchel, Lindenblüten, Kamille), Mineralwasser oder (selbst-gemachte) Gemüsebrühe (s. Beilage "Rezepte), Malz-/Getreidekaffee dienen. Kaffee, Schwarztee, Alkohol und süße Getränke sind zu meiden.
14.Die Beachtung des Leber-Galle-Rhythmus unterstützt den Reinigungsprozesse, d.h.
Á Vormittags und mittags Schwerpunkt auf Fett- und Eiweißreichen, verdauungsintensiven Mahlzeiten, auch das Saure, Herbe und Bittere gehört in diese Zeit. Das bedeutet das Süßes beim Frühstück und Mittagessen gemieden werden sollte.
Á Hauptmahlzeit am Mittag, den Nachtisch als Zwischenmahlzeit auf den Nachmittag verlegen
Á Nachmittags und abends eher leichte Kohlenhydrate, wie Knäckebrot, Zwieback, Breie, das Süßliche hat hier seinen Platz, aber auch die leicht verdaulichen gesäuerten Milchprodukte (Quark und Sauermilch statt Milch und Käse)
15.Extreme meiden, d.h. nicht zu heiß, zu kalt, zu scharf, zu sauer, zu fett etc. essen.
16.Geeignete
Zubereitungsarten: Kochen, dämpfen, dünsten.
Ungeeignete Zubereitungsarten: Braten, backen, fritieren.
Unterstützende äußerliche Maßnahmen
Zur Mobilisation der Gewebedepots ist die äußerliche Anregung durch Massage und heilkräftige Bäder besonders hilfreich. Speziell für diesen Zweck wird das Weleda Massageöl mit Arnika empfohlen. In dieses Öl wird neben dem bekannten Arnika auch ein Birkenblattextrakt verarbeitet. Nach gleichmäßiger Verteilung und Einmassierung auf der Haut werden Hautdurchblutung, Durchwärmung und Ausscheidung angeregt. Mit einer gekonnt durchgeführten rhythmischen Massage nach Ita Wegman werden die verborgenen Selbstheilungskräfte des Organismus noch besser aufgerufen. Diese Anwendung wird sinnvoll ergänzt durch regelmäßige Bäder mit Weleda Kastanien Badezusatz. Nur wenig angewärmt (ca. 35°C) entfaltet das Bad seine optimale Wirkung.
Rezepte
Brennesselsuppe (4 Pers.)
20g feine Haferflocken
100 ml Wasser
200 g Brennesseln
600 ml Gemüsebrühe
100 ml Milch oder Sauermilch
evt. Brottrunk oder Molke
40 ml Sahne geschlagen
½ EL Sesamsamen, trocken geröstet.
Gewürze: Salz,Knoblauch oder Bärlauch, Koriander (gemahlen), Liebstöckel, Basilikum
Den Hafer evt. fein mahlen und in ca. 100 ml Wasser 15 Min. einweichen. Von den Brennesseln die zarten Blätter zurücklegen. Das restliche Wasser mit den Brenneseln ca. 10 Min. leicht kochen und abseihen. Den Hafer einrühren und ca. 3 Min leicht kochen, Die zurückgelegten Brennesselblätter klein schneiden, mit Milch und Gewürzen hinzufügen. Ca. 30 min nachquellen lassen (nicht mehr kochen). Zum Schluss im Teller garnieren mit geschlagener Sahne und Sesamsamen. Wer möchte, kann die Brennesselblätter auch ganz am Schluss hinzufügen. Die Suppe lässt sich auch für zwei bis drei Tagen auf Vorrat zubereiten. In diesem Fall sollten die Brennesselblätter immer portionsweise erst vor dem Essen hinzugefügt werden.
Brennesselgemüse
200 g frische Brennesseln (Spitzen, Blätter und zarte Stengelspitzen)
etwas Sahne oder Doppelrahm-Frischkäse
gehackte und trocken angeröstete Mandeln
Gewürze: Majoran und Salz
Die Brennesseln waschen und in wenig Wasser 5-10 Minuten kochen oder dämpfen. Nach dem Kochen kleinschneiden/-hacken und abschmecken. Nur kurz wieder aufwärmen. Die Mandeln kurz mit durchziehen lassen oder als Dekoration über das fertige Gericht streuen.
Gemüsebrühe
Gemüse oder gesäuberte Rüstabfälle von Gemüse (keine nitratreichen Gemüse wie Spinat, Mangold, Rote Beete, wenn die Brühe aufbewahrt werden soll), Apfelschalen und -kerngehäuse
Gewürze: Pro Liter Gemüsebrühe
1 TL Kümmel
1 Lorbeerblatt, Wacholderbeere
2 Nelken oder 5 Pimentkörner
Liebstöckel, Thymian
Gemüse/-abfälle mit kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und zusammen mit den Gewürzen ca. 20 Min leicht köcheln, dann abkühlen lassen und abseihen.
Diese Brühe kann man 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Die Brühe brauchen wir als Grundlage für Suppen, Saucen, als Kochflüssigkeit für Getreide und als Getränk.
Wichtig: kein Gemüse aus konventionellem Anbau, da in den Randschichten neben Nähr- und Aromastoffen auch viele Schadstoffe angereichert werden.
Gerstenwasser
100 g Gerste
2 l Wasser
300 ccm Fruchtsaft
Gewürze z.B.: 2 Feigen, 1/2 Zitrone (nur Schale mitkochen), 1/2 Stange Zimt, evtl. Nelke und Ingwer, 1 Pr. Salz
Die Gerste 3-5 Stunden im Wasser einweichen, aufkochen und 2 Stunden mit den Gewürzen (ohne Salz) köcheln, abseihen. Das Gerstenwasser auskühlen lassen, mit Salz, Frucht- und Zitronensaft, abschmecken. Heiss oder kalt trinken.
Brennesselkaltauszug
1 l Milchsaures Getränk (Molke, Brottrunk, Wasserkefir oder Ähnliches) oder kaltes Wasser (evtl. kohlensäurefreies Mineralwasser, z.B. Evian)
1 gute Handvoll frische Brennesseln, ca. 25 cm lang
Brennesseln in einem Glas- oder Porzellangefäß mit dem Getränk oder dem Wasser bedeckt, 10, max. 14 Std. In einem kühlem Raum ziehen lassen. Nicht länger, sonst schmeckt es faulig nach Schwefel. Dann abseihen, eventuell abschmecken mit Zitronensaft. Im Kühlschrank 1-2 Tage haltbar.
* Der Brennesselkur ist nicht geeignet zur Behandlung eines akuten Entzündungsschubs.